Donnerstag, 22. Oktober 2020

Warum Lokalpolitik nicht nur Kindergärten und Turnhallen bauen darf


Unabhängig davon, ob man die Umsetzung des neuen KJ gelungen findet oder nicht. Eines steht fest: Der Platz hatte dringendst eine Umgestaltung nötig.Kaum wird endlich etwas in Wels angepackt, kommen auch schon die Kritiker aus ihren Löchern. Sollte man denn das Geld nicht eher Bedürftigen geben oder armen Eltern? Dazu gibt es eine klare Antwort: Nein!

Abgesehen davon, dass genügend Steuergeld abseits der öffentlichen Diskussion für vollkommen sinnlose Projekte wie Straßenverengungen um hunderttausende Euros ausgegeben wird, welches man besser in soziale Projekte investieren könnte - eine Investition in den meistfrequentierten Platz der Stadt ist im Sinne der Steuerzahler. Der KJ ist das Sorgenkind von Wels und hat eine Neugestaltung im Interesse aller Welser bitter nötig.Abgesehen davon müssen sich die Politiker unter den Kritikern eine Frage stellen: Wenn die Stadt ausnahmslos nur mehr in Kindergärten oder Altersheime investieren darf, wozu benötigt man dann eigentlich Kommunalpolitik? Für die Erhaltung und Neubau von Schulen, Kindergärten, Altersheimen oder die Instandhaltung von Straßen benötigen wir weder einen Bürgermeister, Stadträte oder einen Gemeinderat. So etwas kann man zentral von Linz oder Wien aus regeln. Wenn in einem bestimmten Umkreis eine gewisse Anzahl an Menschen lebt, muss dann eben eine zentrale Stelle in Linz einen neuen Kindergarten oder eine Schule bauen - fertig.Für die Verwaltung und Basisaufgaben eines Staates könnten wir uns die gesamte Stadtpolitik sparen.Das einzige Argument für ein lokal ansässiges Politikgeschehen ist die Gestaltung einer Gemeinde - nicht ihre Verwaltung. Kein Linzer oder Wiener Politiker würde sich für die Neugestaltung eines heruntergekommenen Platzes einer Provinzstadt interessieren. Der dort ansässige Bürgermeister aber schon, zumindest, wenn er intelligent ist. Gut so!

Mittwoch, 16. September 2020

KJ: Auf Kaffeehauskultur, Würstelstand und Hausdachbegrünung vergessen?

Der Entwurf für den neuen KJ ist fertig - samt Wasserspielen und Begrünung des Daches der Bushaltestelle. Ob das grüne Dach der Busdrehscheibe auch in den nächsten Jahren schön anzusehen bleibt, wird von dessen ständiger Pflege durch die Stadtgärtnerei abhängen.

Schade eigentlich, dass man dieses Dach nicht als Caféhaus-Gastgarten nützen kann. Schon früher begaben sich die Welser am KJ in den ersten Stock des damaligen Café Platzer.

Doch wie sieht es eigentlich ein paar Stockwerke höher aus? Auf dem Dach des Greif-Neubaus liegen Kieselsteine - kein einziges grünes Blättchen ist zu sehen. Auch das dahinterliegende Amtsgebäude samt Stadttheater kann kein Grün auf seinem Dach verzeichnen.
Auffallend ist, dass in der Rainerstraße in großen Lettern "Stadttheater Greif" zu lesen ist. Schön, wenn man den historischen Bezug zum alten Greif herstellt. Doch wo bleibt das Fortführen der alten Kaffeehauskultur im Greif? Gerade das Dach würde sich als Café mit grünem Dachgastgarten eignen und eine Oase für die Welser bieten.

Unten am KJ könnte man doch auch eine kleine Koje schaffen und die zum Selbstkostenpreis - also nur zum Preis der Betriebskosten - an einen Würstelstandbetreiber vermieten. Natürlich mit der Auflage, dass sich dort nur ein Würstelstand mit traditionellen Spezialitäten befindet. Dieser könnte auch die Reinigung der öffentlichen Toiletten übernehmen.

Freitag, 7. August 2020

Addendum & ServusTV: Macht doch ein europäisches FOX News light


Addendum war das, was sich die große Mehrheit der Österreicher von Medien wünschen: neutral, ausgeglichen, ohne Emotionen und ohne laute Marktschreierei. Gelesen haben es dann die wenigsten - die meisten haben es nicht einmal gekannt. Nun wird es eingestellt.

Die Rechercheplattform war ein Medienprojekt von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz, so wie auch der Fernsehsender ServusTV. Als der Sender 2009 startete, war ich maßlos enttäuscht. Ein Heile-Welt-Brauchtumsfernsehen samt Logo eines Billigweines. Um mich herum aber wurde dem Sender aber Rosen gestreut. Besser als der ORF sollte er sein.

Ich habe mir damals besserers vom Mateschitz-Sender erwartet: kritische Nachrichten und Diskussionen. 10 Jahre später gab es die dann auch und über ServusTV wurde nicht nur gut geredet, sondern es wird auch immer mehr gesehen.

Bei Addendum war es anders: Als das Portal startete, war ich begeistert. Es bot gut recherchierte Information in einem sehr
ansprechenden Kostüm. Weder war es ein Breitbart, noch glich es dem linkstendenziösen Einheitsbrei vieler anderer sogenannter Qualitätsmedien in Österreich. Außerdem griff es teilweise vollkommen neue Themenbereiche an und recherchierte diese bis ins kleinste Detail.

Vermisst habe ich eine Bewerbung des Mediums, nicht einmal auf ServusTV wurde Addendum empfohlen. Die Like-Zahlen auf Facebook hielten sich sehr in Grenzen. Der Aufwand für die Recherche und hochqualitative Umsetzung stand nie
in Relation zu zu den Leserzahlen.

Erfolgreicher wäre Addendum mit dem, was von Frau und Herrn Österreicher immer an Medien kritisiert wird: 
marktschreierische, emotionale und tendenziöse Berichterstattung mit mehr Meinung als recherchierten Inhalten. Erstens wäre das viel billiger gekommen und zweitens hätte es polarisiert und die Klicks wären nach oben geschnellt.

Selbiges bei ServusTV:
Wenn sich der Sender etwas an den amerikanischen FOX News orientiert und davon eine etwas hübschere europäisierte Version ohne extremen Einschlag, aber gleicher Angriffslust bietet - dann werden die Seherzahlen in die Höhe schnellen. Nicht nur in Österreich wäre dafür ein Markt, auch in Deutschland.

So eine Umsetzung würde zwar sehr viel
Kritik auf sich ziehen. Wer aber schimpft, der kauft.

Samstag, 25. Juli 2020

Die Monatliche hat ein neues Logo

Die Welser Werbeagentur Q2 rund um Geschäftsführer Tom Hulan haben der Monatlichen ein neues Logo erstellt. Prägnanter, moderner, frecher und besser lesbar soll es sein.

Mehr Infos unter: https://www.qzwei.com/project/die-monatliche 

 


Montag, 1. Juni 2020

160 Jahre alte Flachsspinnerei in Stadl-Paura komplett abgerissen

Nur mehr das Eingangstor steht.
Im Jahr 2015 wurde 156 Jahre Industriegeschichte in Stadl-Paura vernichtet. Eine Schande für die Gemeinde, die auch die Möglichkeit gehabt hätte, das Gelände zu kaufen.

Sonntag, 31. Mai 2020

Neue Entnahmeboxen in den Stadtteilen von Wels

Entnahmebox in der Noitzmühle
Vier neue gut ersichtliche Entnahmeboxen hat "Die Monatliche" in Wels dazubekommen. Und das abseits der Innenstadt. Ob in der Noitzmühle - direkt beim Seniorenheim - oder mitten in den großen Wohnbauten der Neustadt und Lichtenegg. "Die Monatliche wird in ganz Wels gerne gelesen, deswegen haben wir Zeitungsboxen auch nahe am Leser in den Stadtteilen platziert", so Herausgeber Christoph Brückl. Auch von der Ferne ersichtlich sollen die Boxen sein, mit großen Lettern steht auf der Seite "MONAT" geschrieben.

Wels: Die abgerissene Stadt

Die Alte Hutfabrik Wels ist eines noch der letzten erhaltenen Industrieareale der Gründerzeit in Wels.

Wels ist keine schöne Stadt.“ - Wenn man diesen Satz einem Welser erzählt, wird man schnell viel Kritik ernten. Obwohl Herr und Frau Welser über ihre Stadt gerne stänkern, verteidigen sie diese dann doch  gegen den Vorwurf des hässlichen Entleins. Meist wird der Stadtplatz als Beleg genannt, dass Wels auch seine schönen Ecken hat. Keine Frage, der Stadtplatz, die Burg Wels, die Altstadt sind alles schmucke Orte. Wenn man aber weiß, wie schön diese Stadt einmal war, - wie die Stadtväter anderer Zeiten liebevollst den Volksgarten planten, ssich um mondäne Villenviertel und kleine Prachtstraßen bemühten – ja, dann kann man nur zu einem Ergebnis kommen: Wels wurde verschandelt.
Keine Bomben zerstörten die Prachtbauten, sondern der Zeitgeist der Nachkriegsmoderne. Man wollte alles Alte hinter sich lassen und den Weg der Moderne gehen. Schlicht und ohne Schnörkel. Alte Fabriken aus Backstein hatten hier keinen Platz. Das war nicht nur in Wels so. Aber in Wels scheint es bis heute nicht aufzuhören. 
Die Historie wird nicht geschätzt. Aber auch für wirklich mutige moderne Projekte ist man zu feig. Man erliegt der durchschnittlichen Fadesse aus Schuhschachtel-Bauten.
Man stelle sich vor, am ehemaligen Gelände der HTL wäre das Industriejuwel der Adlerfabrik erhalten, oder neben dem Volksgarten das Werk Ploberger. Urbane Stadtquartiere mit hippen Geschäften würden diese Gegenden prägen. Auch Bildung wie die FH hätten in alten Gemäuern Platz gehabt. 

Warum Lokalpolitik nicht nur Kindergärten und Turnhallen bauen darf

Unabhängig davon, ob man die Umsetzung des neuen KJ gelungen findet oder nicht. Eines steht fest: Der Platz hatte dringendst eine Umgestaltu...